Eine schöne Ordnung hält nicht lange, wenn nur eine Person weiß, wo alles hingehört. Im Alltag räumen mehrere Menschen im Haushalt ein und aus, und jeder hat eigene Vorstellungen davon, wo das Sieb oder die Tischsets hingehören. Beschriftungen lösen das Problem, ohne dass man ständig erklären muss. Sie sind schnell gemacht und kosten fast nichts.
Kurz und deutlich schreiben
Ein Wort genügt in den meisten Fällen. Auf einer Kiste steht zum Beispiel Backzubehör, auf einer anderen Batterien und Kerzen. Schreibt groß und in einer klaren Schrift, damit man es auch von der Seite lesen kann. Klebt das Etikett an die Vorderseite der Kiste oder an die Kante des Regals, damit es sichtbar ist, wenn man davorsteht. Lieber wenige Kategorien als viele feine Unterschiede. Auch für Vorratsdosen ist das praktisch: Wer den Inhalt auf den Deckel schreibt, muss die Dose nicht öffnen, um nachzusehen.
Bilder für die Kleinen
Kinder, die noch nicht lesen können, brauchen Zeichnungen oder Farben. Ein Bild von einem Teller zeigt, wo das Geschirr steht, und ein kleiner Löffel kennzeichnet die Schublade mit den Besteckteilen. So können sie selbst helfen, wenn der Tisch gedeckt wird oder der Geschirrspüler ausgeräumt werden soll. Farbige Punkte für jedes Familienmitglied sind ebenfalls hilfreich, zum Beispiel für Trinkflaschen oder Brotdosen.
Gemeinsam entscheiden
Am besten überlegt ihr zusammen, wie die Bezeichnungen lauten. Wenn alle mitreden, werden die Regeln später eher beachtet. Fragt auch die Menschen, die nicht so oft in der Küche sind. Sie merken oft besser, was nicht selbsterklärend ist. Hängt einen Zettel mit einem kurzen Überblick an die Schranktür, bis alle die neuen Plätze kennen. Eine kleine Tafel neben dem Kühlschrank kann außerdem dazu dienen, Einkaufswünsche zu sammeln, sodass alle mitdenken.
Regelmäßig prüfen
Nach einigen Wochen lohnt sich ein kurzer Blick. Stimmen die Beschriftungen noch, oder ist eine Kiste inzwischen etwas ganz anderes geworden? Ein Etikett, das nicht mehr stimmt, ist schlimmer als gar keines. Tauscht es aus, oder ändert die Aufbewahrung. Dann bleibt das System im Alltag stabil, und alle im Haus finden sich zurecht, auch wenn sie nicht jeden Tag in der Küche sind.